Leserbrief zur „innovative Form des bezahlbaren Wohnens im Pioneer Park Hanau“

von Jochen Dohn

Endlich hat mir Oberbürgermeister Kaminsky die Lösung gegen hohe Mieten aufgezeigt oder wie er es nennt: „Innovative Form des bezahlbaren Wohnens im Pioneer Park Hanau“. Es ist ganz einfach: Wer sich hohe Mieten nicht mehr leisten kann, der soll sich doch einfach eine Wohnung kaufen. Dabei war doch sein wiederkehrendes Kredo beim Thema bezahlbaren Wohnen: Hanau soll für Transferleistungsbezieher nicht interessant werden.

Kredite über hunderttausende Euro wird die Sparkasse Hanau sicherlich gerne zahlen. Dafür gibt extra ein Sonderkontingent an Finanzierungsmitteln zum Kauf einer Eigentumswohnung unter Marktpreis. Ich sehe schon vor meinem geistigen Auge die Menschenschlangen vor den Filialen. Dort werden Hanauerinnen und Hanauer stehen, die zwar über kein Eigenkapital verfügen oder deren Einkommen im Niedriglohnbereich liegt, weil sie sich ggf. nur mit einem oder mehreren prekären Beschäftigungsverhältnisse über Wasser halten können. Sie werden neben denen stehen, die Leistungen z.B. über SGB II, III oder XII beziehen und seit Jahren günstigen Wohnraum in Hanau verzweifelt suchen.

Mein Fazit: Mit dieser grandiosen Idee steht OB Kaminsky in einer Reihe mit dem Ratschlag: Wer kein Brot hat, soll doch Kuchen essen.