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Mietwahnsinn 20.10.2018 Frankfurt

Wohnen bezahlbar machen! Was können wir für Hanau aus der Grazer Wohnungspolitik lernen?

Bauen ist teuer. Städte sind arm. Da ist es besser, „den Privaten“ das Bauen zu überlassen. Die haben genügend Geld zum Bauen.
Warum haben die Städte zu wenig Geld zum Bauen und die Investoren so viel? Haben Stadt und Baugesellschaft wirklich recht, wenn sie behaupten, dass es nicht möglich ist, neu gebaute Wohnungen für eine Miete von 6,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter anzubieten?
In Graz hat die Stadt 564 kürzlich Gemeindewohnungen gebaut, in denen die Warmmiete 5,81 Euro pro Quadratmeter beträgt. Geht das wirklich nur in der Steiermark?

Der Runde Tisch für menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen hat Franz Parteder (KPÖ) aus Graz eingeladen, der Tradition, Möglichkeiten und Grenzen des sozialen Wohnungsbaus in Österreich erklärt. Conny Petzold (Verein Mieter helfen Mietern e.V. Frankfurt am Main) wird die Situation im Rhein-Main-Gebiet beleuchten.

Wir laden herzlich ein:
Informations- und Diskussionsveranstaltung am
Donnerstag, 11. Mai 2017 um 19:00 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, Helmholtzstraße 53c
mit
Franz Parteder (KPÖ Graz)
Conny Petzold (Mieter helfen Mietern e.V. Frankfurt)
Andrea Guevara González (Runder Tisch für menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen Hanau)

Der Runde Tisch für menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen in Hanau fordert:
• Bestehende Mieten und Neuvermietungs-Preise müssen begrenzt werden. Ziel ist der Mietpreisstopp.
• Die Stadt muss gegen Mietwucher nach § 5 des Wirtschaftsstrafgesetzes vorgehen und auf Hinweise Kontrollen durchführen.
• Modernisierungsmaßnahmen dürfen nicht zu Mieterverdrängungen führen.
• Öffentliche Wohnungsbauunternehmen wie die Baugesellschaft Hanau und die Nassauische Heimstätte dürfen keine preistreibenden Akteure sein. Sie müssen bezahlbare Wohnungen anbieten.
• Wohnungsbestände aus öffentlichem Eigentum dürfen nicht verkauft und damit privatisiert werden.
• Das Baugesetzbuch regelt, dass Städte bei Aufstellung eines Bebauungsplans Flächen festsetzen können, auf denen nur Wohngebäude errichtet werden dürfen, die mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus gefördert werden. Diese Regelung muss in Hanau dazu genutzt werden, um 3.000 Sozialwohnungen zu bauen.
• Bei allen Neubau-Projekten muß ein Drittel der Wohnungen gefördert sein.